Zwei Screens pro Markt: Was Fachmärkte vom Dehner-Start lernen können
Die Gartencenter-Kette startet ihr Instore-Netz bewusst schlank – mit Pilotphase, externem Vermarkter und Inhalten, die zur Saison passen.
Dehner Garten-Center hat im Oktober 2026 ein Instore-Netz in 130 Märkten in Deutschland und Österreich gestartet – mit nur zwei Screens pro Markt. Der Start zeigt, wie ein Fachhändler ohne großes eigenes Medienteam in Retail Media einsteigen kann.
Fünf Entscheidungen, die sich übertragen lassen
- Pilot vor Rollout: Die ersten 30 Märkte laufen sechs Monate als Pilot. Fehler kosten so wenige Standorte statt alle.
- Wenige Screens, gute Plätze: Zwei Screens pro Markt halten Investition und Betrieb klein. Entscheidend ist die Platzierung, nicht die Menge.
- Vermarktung auslagern: Framen vermarktet das Netz und bietet es programmatisch an. Dehner braucht damit kein eigenes Sales-Team für Werbekunden.
- Inhalte, die Kunden nutzen: Neben Werbung laufen saisonale und wetterabhängige Informationen. Das erhöht die Aufmerksamkeit für den Screen insgesamt.
- Über das Sortiment hinaus denken: Gezielt angesprochen werden auch Energieversorger, Versicherungen und Finanzdienstleister – Marken, die eine kaufkräftige Zielgruppe suchen, aber nicht im Regal stehen.
Was noch fehlt
Öffentlich ist bisher kein Messkonzept. Spätestens nach der Pilotphase sollten Kontaktwerte und Abverkaufseffekte belegt sein – sonst bleibt der Preis pro Screen Verhandlungssache. Wie das aussehen kann, zeigt das Beispiel Albertsons.
Die passenden Punkte finden Sie in unserer Checkliste vor der Unterschrift: Pilot, Vermarktungsweg und Messkonzept.